Tchi-Kudum


tchi-kudum: zoon politikon
Musik zur Tanzperformance
für Perkussion, Objekte und Elektronik

tchi-kudum: zoon politikon ist eine Gruppenchoreografie der Brasilianischen Choreografin Regina Rossi basierend auf Aspekten der rituellen Kampfkunst Capoeira.

„Capoeira ist eine Bewegungskultur mit starker Gemeinschaftsideologie: Der Kreis – Roda – ist der Raum, die Bewegung ist die Sprache, das Spiel der Kampf. Die zur Kolonialzeit in Brasilien als Widerstand der Versklavten entstandene Kampfkunst basiert auf einem System ungeschriebener Regeln, die von Generation zu Generation weitergetragen und zu einer reichen musikalischen Landschaft vertanzt werden. Regina Rossi zerlegt in ihrem neuen Stück die komplexe Struktur des Capoeira in ihre Einzelteile und fragt dabei, wie diese den Menschen zu einem gemeinschaftlichen Geschöpf machen.“

Capoeira ist gleichermaßen für seine Musik und seinen Tanz bekannt. Als ich für dieses Stück die Musik komponierte, habe ich Texturen und musikalische Gesten entwickelt, die auf originalen Elementen der Capoeira-Musik beruhen. Diese wurden von mir aber dekonstruiert, so daß die entstandenen Texturen und Gesten nur noch wenig Ähnlichkeit mit den ursprünglichen Vorlagen haben, mit Ausnahme des Klangs. Hinsichtlich des Klangs habe ich originale Instrumentalklänge des Capoeira verwendet, wie Berimbau, Caixixi und weitere, sowie mit Samples und elektronischer Bearbeitung gearbeitet. Da die Tänzer in diesem Stück durch ihre Bewegungen auf dem vollständig mit Sand bedeckten Bühnenboden ebenfalls viele Klänge produzierten, habe ich auch deren Geräusche in die komponierte Musik integriert, um einen sehr organischen Soundscape zu erhalten.

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ENG

tchi-kudum: zoon politikon is the third part of the Trilogy of Exhaustion, in which the choreographer Regina Rossi places brazilian folk and pop culture into contemporary choreography. The group choreography deals with group formations, symbioses and ideologies based on capoeira. Endless repetitions of movements and the playful approach to (post) colonial clichés searches to mind blow the audience out of their daily perception.

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